Verstecktes Tier

Wirklich Vegan?

Wusstet ihr, dass manche auf den ersten Blick scheinbar vegane Produkte versteckte tierische Bestandteile enthalten können?

Tatsächlich ist das gar nicht so selten. Leider ist dies auch durch einen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe oft nicht gleich ersichtlich, da die im Herstellungsprozess verwendeten Substanzen dort nicht immer detailliert aufgeführt werden müssen. Wenn ihr sicher gehen wollt, dass ihr wirklich ein tierleidfreies, veganes Produkt einkauft, achtet darauf, dass es ein zertifiziertes Siegel trägt. Dieses steht nicht nur für rein pflanzliche und natürliche Inhaltsstoffe, sondern garantiert auch, dass keine Tierversuche durchgeführt wurden, bevor das Produkt in die Regale gekommen ist.

Es gibt verschieden vegane Logos, Labels und Siegel, die den Einkauf von tierleidfreien Produkten erleichtern. Neben den drei wichtigsten Siegeln (die Veganblume, das V-Label und das Vegan-Label) gibt es viele Hersteller, die zum Teil ihr eigenes veganes Logo zur Welt bringen. Diese sind aber mit Vorsicht zu genießen.

Welche Art von Waren besonders häufig betroffen sind und verstecktes Tier enthalten können, haben wir hier für euch zusammengefasst:

Wein und Fruchtsäfte

Sicher fragt ihr euch, was an Wein und Fruchtsäften nicht vegan sein soll, letztendlich wird Wein nur aus vergorenen Weintrauben hergestellt und sollte ein rein pflanzliches Produkt sein. Bei Fruchtsäften ist es nicht anders. Was die meisten Menschen jedoch nicht wissen ist, dass einige Winzer tierische Klärmittel einsetzen, um ihre Weine von Trübstoffen und sogenannten “Schwebeteilchen” zu befreien und diese herauszufiltern. Dazu werden tierische Bestandteile wie Gelatine vom Schwein, Sehnen, Knochen, Knorpel oder auch Fischblasen verwendet. Da diese Substanzen nach der Produktion entfernt werden, müssen sie auf dem Etikett des Endprodukts nicht aufgeführt werden. So bleibt der Verbraucher darüber im Dunkeln.

Auch bei Fruchtsäften vermutet kaum jemand, dass tierische Bestandteile im Herstellungsprozess verwendet wurden. Doch auch hier werden ähnliche Substanzen zur Klärung eingesetzt. Selbst trübe Säfte, wie z.B. Apfelsaft können betroffen sein. 

Wein

Chips

Schlechte Nachrichten für Freunde des knusprigen Knabbervergnügens. Die meisten Chipssorten sind leider nicht vegan, ja oft nicht einmal vegetarisch. Denn neben Milchzucker, der in vielen Sorten enthalten ist, verwenden fast alle Hersteller tierische Bestandteile als Trägerstoffe von Aromen. Je nach Sorte kommen Wild, Geflügel, Rind oder Schwein zum Einsatz. Auch hier muss die Verwendung dieser Inhaltsstoffe nicht in der Zutatenliste des Endprodukts aufgeführt werden.

Chips

Brot und Backwaren

Auch für das gute alte Brot können wir leider keine Entwarnung geben. In vielen Backwaren kommt die Aminosäure L-Cystein zum Einsatz, die dazu dient Mehle leichter knetbar zu machen. Der Teig ist so leichter zu verarbeiten. L-Cystein wird allerdings aus Schweineborsten und Vogelfedern gewonnen, so dass nicht einmal Grundnahrungsmittel wie Brot für Veganer bedenkenlos genießbar sind. Auch in diesem Fall besteht keine Kennzeichnungspflicht und kaum jemand weiß, was er da eigentlich zu sich nimmt. Da Backwaren in der Regel unverpackt verkauft werden, hilft hier nur gezieltes Nachfragen in der Bäckerei eures Vertrauens…oder backt einfach mal wieder euer Brot selbst. Mit einer unserer leckeren Backmischungen aus dem Fooodz Shop oder nach eurem eigenen Rezept. So habt ihr auf jeden Fall die volle Kontrolle über die Zutaten.  

Brot und Backwaren

Kosmetik

In herkömmlicher Kosmetik verbergen sich häufig Bestandteile, die von Tieren stammen. In der Regel ist man hier jedoch auf der sicheren Seite, wenn man auf die bekannten veganen Siegel achtet und braucht sich keine Sorgen machen, dass Substanzen wie Bienenwachs, Gelatine, Lanolin (Wollfett), Keratin, Fischschuppen oder Ähnliches enthalten sind. Auch rote Farbstoffe, wie sie z.B. in Lippenstift und weiterer ähnlicher dekorativer Kosmetik und Schminke enthalten sind, werden in konventionellen Produkten meist aus Schildläusen gewonnen. Besser bekannt ist dieser Farbstoff auch unter der Bezeichnung Karmin.  Übrigens ist auch Naturkosmetik nicht automatisch frei von versteckten tierischen Inhaltsstoffen. Nur Produkte die eindeutig als vegan deklariert sind und über entsprechende Siegel verfügen, sind definitiv unproblematisch und können bedenkenlos gekauft und benutzt werden.

Kosmetik

Kerzen

Gerade in der dunkleren Jahreszeit sorgen Kerzen für Stimmung und gemütliche Atmosphäre. Viele Kerzen enthalten jedoch Bienenwachs oder tierische Fette und fallen damit leider auch unter die nichtveganen Artikel. Als Alternative bleiben hier Kerzen aus Paraffin oder Palmöl-Stearinsäure. Allerdings wird Paraffin aus Erdöl gewonnen, was aus ökologischer Sicht, sicherlich ebenfalls fragwürdig ist. Zumindest könnt ihr euch aber sicher sein, dass diese Art von Kerze definitiv tierleidfrei hergestellt wurde. 

Teelichter

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