Fakten Fleisch

Fakten über Fleisch

 “Das Tier hatte ja ein schönes Leben”…diese und ähnliche Sprüche hört man immer wieder von Menschen, die glauben, dass Fleischkonsum auch heute einfach noch mit dazu gehört.  Aber was wissen wir eigentlich wirklich über Fleisch…und welche Auswirkungen hat der Konsum von Fleisch auf uns und unseren Planeten? Heute haben wir 6 Fakten über Fleisch für euch, die jeder kennen sollte…


Fleisch ist Klimakiller Nr.1

Die meisten Menschen glauben, dass der Transportsektor und nicht erneuerbare Energien wie Kohle für den Großteil der vom Menschen verursachten Treibhausgase verantwortlich sind. Tatsächlich aber ist es die industrielle Massentierhaltung. Die Viehzucht produziert mehr Schadstoffe als alle Transportmittel (PKW, LKW, Flugzeuge, Schiffe usw.) der Welt zusammen. 65 Milliarden Tiere weltweit ,verbringen ihr kurzes Leben inzwischen zusammengepfercht in Massentierhaltung.  Insbesondere die Rinderzucht ist problematisch, da die Tiere mit ihren Ausscheidungen Methangas abgeben, welches  21 mal so schädlich wie CO2 ist (pro Tonne). Tests haben ergeben, dass die Luft in unmittelbarer Umgebung von Mastbetrieben oft belasteter mit Schadstoffen ist als in einer Großstadt. Insgesamt ist die Massentierhaltung zu 51% der vom Menschen erzeugten Treibhausgase verantwortlich. 

 
Fleisch fördert Krankheiten 

Mit dem Verzehr von Fleisch geht erwiesenermaßen ein erhöhtes Krebsrisiko einher. Mehrere wissenschaftliche Studien kamen zu dem Schluss, dass insbesondere rotes Fleisch das Risiko an Darmkrebs zu erkranken erhöht. Außerdem führt eine einseitige, fleischhaltige Ernährung langfristig aufgrund reichlich enthaltener gesättigter Fettsäuren und Cholesterins zu Übergewicht, Arterienverkalkung und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen. Grade verarbeitetes Fleisch, wie Wurst, gepökeltes oder geräuchertes Fleisch enthalten übermäßig viele Phosphate und Nitrite, die ebenfalls im Verdacht stehen krebserregend zu sein. 

Oft ist Fleisch auch mit Antibiotika und Hormonen (Wachstumshormone) belastet, da diese in der Massentierhaltung bereits vorbeugend mit dem Futter gegeben werden, um das Risiko für mögliche Krankheiten bei den Tieren und damit die Chancen eines neuen Lebensmittelskandals so gering wie möglich zu halten. Das kann dazu führen, dass langfristig beim Menschen, die diese Medikamente durch den Verzehr von Fleisch mit aufnehmen, Resistenzen entstehen und Antibiotika, sollten sie einmal notwendig werden, dann oft nicht mehr wirken können. Das kann unter Umständen lebensgefährlich werden. Gesund sieht in jedem Fall anders aus!

 

Fleisch bedeutet Tierleid 

1094 Tiere isst jeder Deutsche durchschnittlich in seinem Leben. Das sind 1094 Tiere, die nur in diese Welt geboren werden, um nach einem kurzen, meist qualvollen Leben und nach nur einem Bruchteil ihrer natürlichen Lebenserwartung, geschlachtet und als Nahrung konsumiert zu werden. Machen wir uns nichts vor, die saftigen grünen Wiesen, echte Freilandhaltung oder die kleine Tierfamilie, das Kälbchen das bei seiner Mutter steht und trinkt,…all das gibt es für die allermeisten Tiere nicht und entspringt der Fantasie der Werbeindustrie. 

 

Fleisch begünstigt Artensterben und Hungersnöte

Täglich werden neue, riesige Flächen Regenwald abgeholzt um Platz für den Futtermittelanbau zu schaffen. Oft geschieht dies auch immer noch illegal. Auf dem neu gewonnenen Land wird dann meist Soja angebaut, welches nach der Ernte nach Europa und die ganze Welt verschifft wird. Dabei könnte das Soja in den Anbauländern, in denen oft ärmliche Verhältnisse herrschen, weitaus besser genutzt werden, um die dortige Bevölkerung direkt mit Nahrung zu versorgen. Stattdessen wird es um die halbe Welt transportiert, um Menschen in Industrieländern ihren gewohnten Fleischkonsum und Lebensstandard zu ermöglichen und die Mästung der vorgesehenen Nutztiere zu gewährleisten. So ist es durchaus möglich, dass zwar Felder voller Soja vorhanden sind, die Landesbevölkerung aber Hunger leiden muss. 

Leider ist dies nicht das einzige Problem das mit der Rodung des Regenwaldes einhergeht. Auch für ansässige Tierwelt bedeutet die Zerstörung ihres Lebensraums eine ernste Gefahr, die sie nicht selten an den Rand des Aussterbens bringt. Hunderte Spezies werden aufgrund der Flächenrodung für Futtermittelanbau unwiederbringlich vernichtet. Durch die Monokulturen werden Böden ausgelaugt. Die Fruchtbarkeit wird verringert und schon bald wird die Anbaufläche unbrauchbares Brachland, weil dort nichts mehr wirklich wachsen will. Der intensive Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln vergiftet außerdem nicht nur Böden und Gewässer, sondern schadet auch der ansässigen Tierwelt und vergiftet die Menschen, die dort leben und arbeiten. 

Hier muss man jedoch eindeutig zwischen dem Sojaanbau für die Futtermittelwirtschaft und dem der für den menschlichen Konsum bestimmten Sojaprodukte unterscheiden, da diese nur einen Bruchteil des weltweit angebauten Sojas ausmachen. Über 95% des weltweiten Anbaus ist ausschließlich für die Nutztierhaltung bestimmt. Außerdem wird Soja seit einer Weile auch in Europa angebaut. Viele Hersteller vermerken dies auf ihren Produkten, so dass man sich sicher sein kann, dass die verwendeten Sojabohnen aus nachhaltigem Anbau stammen. 

 

Für Fleisch werden wertvolle Ressourcen verschwendet

Für die Fleischproduktion werden Unmengen natürlicher Ressourcen verschwendet. So braucht es z.B. unglaubliche 15.500l Wasser und 16kg Getreide, um nur ein einziges Kilo Rindfleisch zu produzieren. Das Wasser wird hauptsächlich für die Bewässerung der Futterpflanzen benötigt. 30% allen Wassers das auf der Erde verbraucht wird, kommt in der Viehzucht zum Einsatz. Für 1kg Gemüse, wie z.B. Kohl, wären vergleichsweise nur etwa 200l Wasser notwendig. Im Laufe der gesamten Produktionskette  werden außerdem gigantische Mengen Energie für Landwirtschaft, Transport, Weiterverarbeitung, Handel, Zubereitung und Entsorgung verbraucht. Würde man stattdessen den direkten Weg wählen und pflanzliche Produkte direkt konsumieren, würde man nicht nur Unmengen wertvolle Ressourcen einsparen, sondern auch einen Großteil des Welthungerproblems lösen können. 

 
Fleisch ist nicht notwendig

Auch wenn es viele Fleischfans immer wieder gern als Argument nutzen, Fleischkonsum ist für den Menschen nicht notwendig um sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Auch über vegane Kost, können alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente durch die Nahrung aufgenommen werden. Und ja, auch der Eiweißanteil, über den sich viele Omnis anscheinend am meisten sorgen, ist gesichert und in diversen pflanzlichen Produkten ausreichend vorhanden. Wenn man sich nicht völlig einseitig ernährt, sind keine Mangelerscheinungen zu befürchten. Lediglich Vitamin B12, so die aktuelle Sicht, sollte man als Veganer künstlich zuführen, da es vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann. Für alle die auf den herzhaften Geschmack von Fleisch trotzdem nicht verzichten möchten, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Fleischersatzprodukten auf pflanzlicher Basis, die geschmacklich dem Original oft sehr ähnlich sind.

 

 

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