vegane zuckeralternativen

Die gesunden und veganen Zuckeralternativen

Welche vielseitigen Alternativen zu künstlich hergestelltem Industriezucker es heute auf dem Markt gibt, berichten wir in diesem Blog-Artikel.

Zucker hat sich in den letzten Jahren zu einer immer unbeliebteren Zutat. Industrieller Zucker enthält viele Kalorien und kann Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Fettsucht verursachen. Diese Krankheiten, die durch falsche Ernährung entstehen, sind zu einem gesellschaftlichen Problem geworden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aufgrund der steigenden Tendenz im Jahr 2015 neue Empfehlungen zum Zuckerkonsum herausgegeben. Man sollte demnach die tägliche Einnahme von Zucker auf 25 Gramm oder 6 Teelöffel reduzieren. Auf diese Weise unterstütz man seine Gesundheit nachhaltig. Der Mensch ist von klein auf aber an Zucker gewöhnt, alleine die Muttermilch ist süß. Kinder bekommen oft Süßigkeiten oder Schokolade als Belohnung. 

Sind die Zuckeralternativen vegan?
Auf den ersten Blick wirkt Zucker wie ein veganes Lebensmittel, denn die meisten Kristallzuckerarten, zumindest in Deutschland, aus Zuckerrüben hergestellt werden und demnach auch rein pflanzlich sein sollten. Leider liegt ein mögliches Problem im Raffinationsprozess, das dem bräunlichen Zucker die Farbe entzieht, so dass er zu dem weißen, feinkörnigen Kristallzucker wird, den wir kennen. Für diesen Vorgang wird manchmal immer noch ein Filter aus Tierknochen (meist Rinderknochen) verwendet. Obwohl die meisten deutschen Zuckerhersteller nach eigenen Angaben inzwischen diese Methode nicht mehr verwenden und moderne Verfahrensweisen einsetzen, die ohne tierische Bestandteile auskommen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass einige Produkte immer noch auf diese Art und Weise produziert werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Herstellungs- und Raffinationsprozess nicht direkt oder nur zum Teil in Deutschland stattfindet. Zum Glück gibt es inzwischen eine ganze Reihe von verschiedenen Zuckeralternativen, bei denen man sich sicher sein kann, ein rein veganes Produkt in Händen zu halten und die man bedenkenlos genießen kann.

Birkenzucker (Xylit)

Mit der Verwendung von Birkenzucker spart man gegenüber gewöhnlichem Haushaltszucker bis zu 40% Kalorien ein. Er ist für alle möglichen Bereiche einsetzbar in denen auch sonst normaler Kristallzucker Anwendung findet und kann genauso beim Kochen, Backen oder für den Kaffee verwendet werden, ohne Rezepte oder Gewohnheiten abändern zu müssen. Außerdem wurde es in mehreren wissenschaftlichen Studien nachgewiesen, dass Xylit vor Karies schützen kann. Eine Auswahl an Kaugummis oder Bonbons , sogar Schokolade ohne Zuckerzusatz mit Xylit findet ihr bei uns im Shop. Beim Verzehr höherer Mengen kann Xylit jedoch abführend wirken. Darum sollte man die Umstellung langsam angehen und den Körper nach und nach an die Zuckeralternative gewöhnen. Übrigens: Xylit kann für eure Haustiere lebensgefährlich sein, bitte haltet eure Tiere von Xylit und xylithaltigen Nahrungsmitteln fern. Finnisches Xylit und Produkte, bei den Xylit enthalten könnt ihr auch bei uns im Fooodz Shop kaufen.

Birken Zucker


Kokosblütenzucker

Die Zuckeralternative, die einen an Sonne, Strand und Palmen erinnert wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und hat auch sonst “paradiesische” Eigenschaften. Sie punktet mit besonders niedrigem Kaloriengehalt und einer leicht karamelligen Geschmack.
Kokosblütenzucker ist als Süßungsmittel für Diabetiker und für Menschen, die unter Übergewicht, Herzerkrankungen oder Krebs leiden gut geeignet. Kokosblütenzucker hat seinen Bekanntheitsgrad durch seinen sehr geringen glykämischen Wert gewonnen. Dieser Wert zeigt an, wie stark das entsprechende Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Außerdem ist der Kokosblütenzucker eine sehr nährstoffreiche Alternative, er ist reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink, Schwefel und Kupfer. Diese Mineralstoffe machen das Süßungsmittel zu einem sehr gesunden Ersatz zu herkömmlichem Zucker.
Man kann den Kokosblütenzucker 1:1 wie braunen Zucker verwenden. Durch seinen kräftigen und caramelligen Geschmack kann er super zum Backen eingesetzt werden. Dieser Zuckerersatz, der übrigens kaum nach Kokos schmeckt, hat einen niedrigen Schmelzpunkt, er zergeht auf der Zunge. Aus diesem Grund kann er als das i-Tüpfelchen auf Drinks und Desserts eingesetzt werden. Fairgehandelten und Bio-Kokosblütenzucker findet ihr hier.

Coconut fruit


Agavendicksaft
Agavendicksaft oder Agavensirup wird aus dem Saft der Agave hergestellt und ist inzwischen eine der beliebtesten veganen Zuckeralternativen. Durch seine Konsistenz ist er Honig sehr ähnlich und lässt sich daher auch besonders gut dosieren. Aufgrund des milden, neutralen Geschmacks lässt er sich als Süßungsmittel für alle möglichen Getränke und Gerichte verwenden. So ist er z.B. perfekt für Tees, Müsli und Desserts geeignet. Aber auch zum Backen ist Agavendicksaft je nachdem eine hervorragende Alternative. Teige mit Agavendicksaft nehmen eine herrliche Farbe an, man sollte aber dabei aufpassen, da die Farbe des Gebäcks schneller dunkler wird.  Agavendicksaft hat einen hohen Anteil an Fructose, was der größte Nachteil dieser Zuckeralternative ist. Dadurch ist aber der glykämische Index bei dem Agavendicksaft niedrig. Agavensirup weist sogar den niedrigsten Wert sämtlicher Süßungsmittel auf.
Probiert jetzt die leckere Alternativen aus unserem Shop

Reissirup
Bei der Herstellung vom Reissirup wird gemahlener Vollkornreis in Wasser gelöst und solange eingekocht wird, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht. Mit seinem leicht nussigen Geschmack und etwas weniger Kalorien als gewöhnlichem Haushaltszucker, hat diese Alternative allerdings auch keine gleichwertige Süßkraft, so dass man eventuell etwas mehr verwenden muss als man es gewohnt ist. Reissirup ist besonders gut für Desserts oder Müslis geeignet.
Bei Fructoseintoleranz ist diese Zuckeralternative ideal, da er keinen Fruchtzucker enthält. Reissirup setzt sich aus Oligosaccharide, Glucose, Maltose und Mineralstoffe (wie z.B. Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Calcium) zusammen. Der hohe Anteil an Oligosaccharide, besser als Mehrfachzucker bekannt, bringt dazu bei, dass sich die Zuckeraufnahme ins Blut verzögert. Dadurch bleibt das Verlangen nach mehr Süßem aus. Reissirup gibt es auch bei uns

Ahornsirup
Ahornsirup kommt meist aus Kanada oder dem nördlichen Teil der USA und wird dort aus dem Saft des Zuckerahorns produziert. Der Pflanzensaft wird traditionell über einem Holzfeuer eingedickt und karamellisiert. Abhängig von der Erntezeit ist der Sirup in verschiedenen Intensitäten und Qualitätsstufen erhältlich. Bei uns wird meist der helle, mildere Ahornsirup verkauft, der aber den für Ahornsirup typischen Eigengeschmack hat. Typischerweise wird er z.B. mit Pfannkuchen und ähnlichen Süßspeisen gegessen. Man sollte ihn allerdings sparsam verwenden, denn 100g Sirup haben ganze 60g Kohlenhydrate und eine Menge Kalorien.

Zuckerrübensirup
Zuckerrübensirup wird aus dem Saft der Zuckerrübe gewonnen und hat eine zähe, dickflüssige Konsistenz. Mit seiner tiefbraunen Farbe und dem süßlich herben Geschmack ist er ideal als Brotaufstrich geeignet, aber auch für süße Gerichte wie Pfannkuchen oder herzhafte Speisen wie Reibekuchen wird Zuckerrübensirup häufig verwendet.

Stevia
Stevia wird aus den Blättern der Steviapflanze gewonnen und verfügt über eine 300x stärkere Süßkraft als normaler Kristallzucker. Das großartige daran ist, dass sie gleichzeitig keinerlei Kalorien hat und auch von Diabetikern ohne Bedenken genutzt werden kann. Stevia verfügt über einen gewissen Eigengeschmack, der leicht an Lakritz erinnert. Es ist in flüssiger, körniger Form und als “Süßstofftabletten” erhältlich. Die Blätter der Pflanze selbst, sind nicht erhältlich, da diese nicht als Lebensmittel zugelassen sind.
Wir hoffen wir haben Euer Interesse geweckt und Ihr probiert auch mal die gesunderen Alternativen zu herkömmlichen Zucker.

Quellen:
http://www.euro.who.int/de/health-topics/disease-prevention/nutrition/news/news/2017/12/challenging-the-supply-chain-to-reduce-sugar-in-foods
http://xylit-info.de/studien/

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