Kürbisse

Zum Glück Kürbis!

Es ist Kürbiszeit! Und sie sollte man nutzen! 

Das vom Menschen domestizierte Urgemüse existiert schon seit ca. 8000 bis 10000 Jahren  und wurde zum ersten Mal in den Regionen von Mexico, im Süden der USA, Zentral- und Südamerika genutzt. Zu Beginn wurden nur die Samen verwendet, da diese bitterstofffrei sind. Der Kürbis wurde bald auch zum beliebten europäischen Gemüse. Der Kürbis gehört zu den 800 ältesten Kulturpflanzen der Welt.

Heutzutage zählt der Kürbis zu den Lieblingsherbstgemüsesorten und begleitet uns, aus heimischem Anbau, von Anfang August sogar bis Ende Februar.

 Die wertvollen Inhaltsstoffe kann man allerdings ganzjährlich in Form von Kürbisöl und –kernen genießen.

Der Kürbis überzeugt nicht nur durch seinen süßen Geschmack, sondern auch durch  seinen niedrigen Kaloriengehalt und seine wertvollen Inhaltsstoffen, wie z.B.  Magnesium, Vitamin A, Kalzium, Kalium und Beta-Karotin. Ca. 100 g Fruchtfleisch bringen nur 27 Kalorien mit sich.

Für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zählt diese Gemüsesorte zu den „Multitalenten  in Sachen Gesundheitsschutz“. Laut Ernährungsbericht der DGE gehören das Senken des Krebsrisikos sowie des Risikos für Augenerkrankungen, das Stärken des Immunsystems und das Reduzieren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu seinen stärksten Eigenschaften. (Quelle: https://www.dge.de/presse/pm/gemuese-und-obst-multitalente-in-sachen-gesundheitsschutz/)

Kürbiskerne gehören zu den Superfoods und sind in vieler Hinsicht eine Superlative. Sie sind nicht nur der größte pflanzliche Zinklieferant, sondern wirken auch besonders heilend auf Blase, Prostata und Harnwege. Der tägliche Magnesiumbedarf eines Erwachsenen wird bereits von 50g Kürbiskernen zu 50% abgedeckt.

Kürbiskernöl enthält lebenswichtige, zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure. Zudem kommt der, wie bereits erwähnt, hohe Gehalt an Vitamin E, A, B1, B2, B6, C und D, Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Zink sowie Eisen.

Zu den wichtigsten Kürbissorten gehören der Hokkaido Kürbis, der Butternut und der Muskat Kürbis.

Der kleine Hokkaido schmeckt kräftig-süß und ist einer von den aromatischsten seiner Art. Seine Schale ist so dünn, dass sie sogar mitgegessen werden kann. Das Fruchtfleisch kann man sowohl roh als auch verarbeitet genießen. Der Hokkaido passt perfekt als Zutat für Gratin oder Aufläufe, für Pies, Suppen und Pürees. Diese Sorte kann man bis zu 6 Monate lagern.

Der Butternut hat wenig Kerne und dünne Schale. Dafür bringt er mehr süßlich-nussiges Fruchtfleisch mit sich. Dank seiner Birnenform eignet sich der Butternut perfekt zum Füllen. Außerdem kann man den zum Braten und Backen nehmen oder daraus leckere Pürees, Suppen oder Pies zubereiten. Diese Sorte ist auch roh genießbar, etwa in Salaten oder asiatischen Gerichten. Die Lagerzeit kann bis zu einem Jahr betragen.

Der Muskat Kürbis kann bis zu 20kg auf die Waage bringen und wie der Name schon verrät,  hat er einen leichten Muskatgeschmack. Diese Art eignet sich hervorragend zur Herstellung von Marmeladen.

Zum Schluss geben wir euch drei erstaunliche Fakte mit auf dem Weg. Der Größte Kürbis wurde in Pennsylvania/USA geerntet und wog 666,33 kg, der Kleinste dagegen war so groß wie ein 1 € Stück. Der Kürbis gehört zu der Beerenfamilie, botanisch gesehen!  😉 

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