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XOND – Die vegane Fast-Food-Kette

Ein Interview mit Musikmanager und Unternehmer Andreas „Bär“ Läsker.

Vielen von Euch ist Bär Läsker bekannt als Manager der Fantastischen Vier, Mitbegründer des Musiklabels „Four Music“ oder auch als Mitglied der fünften Staffel der DSDS-Jury. Anfang 2015 erschien sein erstes Buch „No need for meat: Oder: Vegan ist, wenn man trotzdem lacht“. Wir haben ein Interview mit Bär geführt, in dem er uns über sein neues spannendes Projekt „XOND“ erzählt und was alles hinter der ersten veganen Franchise-Fast-Food-Kette in Deutschland steckt.

Xond Andreas

 

fooodz: Zum Einstieg eine Frage, die Du bestimmt schon oft beantwortet hast, die aber für unsere Leserinnen und Leser immer besonders interessant ist. Wie lange lebst Du schon vegan und was hat Dich dazu motiviert?

Bär Läsker: Vegan lebe ich seit ca. drei Jahren, Vegetarier bin ich schon 5 Jahre. Letztendlich ausschlaggebend war die „China Study“ für mich, ansonsten ist es eine Mischung aus vielen Dingen. Zum Einen hat es etwas mit Tierschutz und Umweltschutz zu tun, aber auch mit gesundheitlichen Gründen. Es ist ein Zusammenspiel aus allem. Es hat auch viel mit Selbstdisziplin zu tun. Wer denkt, er kann tun und lassen, was er will, auch beim Thema Essen, trägt eben früher oder später einen gesundheitlichen Schaden davon.

fooodz: Kommen wir direkt zu Deiner Herzensangelegenheit: Wann kam Dir die Idee zu deinem Projekt XOND?

Bär Läsker: Es gibt für Veganer kein ordentliches Angebot an Essen, wenn man in der Stadt unterwegs ist. Es gibt kein Angebot für die riesige Nachfrage. Ich habe schon jede Menge Rezepte und Ideen gehabt, lebe seit Jahren vegetarisch und vegan und habe bereits ein Buch zu dem Thema veröffentlicht („No need for meat“). Ich habe beschlossen, dass man an dem Missstand des fehlenden veganen Fast-Food-Angebots unbedingt mal etwas ändern muss.

fooodz: Wie wird das Angebot bei XOND aussehen und wo wird das Angebot preislich stehen?

Bär Läsker: Alle Gerichte bei XOND sind rein pflanzlich, in weitestgehender Bio-Qualität und alle Rezepte sind selbstentwickelt und über Jahre getestet. Es gibt kalte und warme Gerichte, es gibt unsere Vuggets, eine Auswahl an Burgern und Sandwiches, und noch jede Menge anderer Gerichte To-Go. Die Preise werden absolut angemessen und vernünftig sein, allerdings wird es bei uns keine 1-Euro-Burger geben.

fooodz: Wird XOND explizit als vegan kommuniziert oder meinst Du das „schreckt“ eher ab?

Bär Läsker: Ein Alleinstellungsmerkmal von XOND ist nun mal das vegane Essen, allerdings werden wir im Laden keine „Vegan“-Abzieh-Tattoos verteilen. Wir kommunizieren das, was uns ausmacht: vegan, gesund, Fast-Food. Und das wird viele Leute neugierig machen. Für manche ist das Wort „vegan“ negativ behaftet, weil sie an Verzicht, grünen Salat und Birkenstock-Sandalen denken. Wir beweisen aber das Gegenteil.

fooodz: Wird der Omni (Allesesser), der bei Euch isst, auf vegane Themen aufmerksam gemacht? Hat XOND einen informativen Anspruch zu veganen Themen oder überzeugt Ihr einfach durch leckeres, gesundes Fast-Food?

Bär Läsker: Wir wollen natürlich auf die gesunden Vorteile veganer Ernährung hinweisen und für bestimmte Zutaten, die man viel öfter essen sollte, die Sensibilität erhöhen. Vegane Aufklärung und Workshops von XOND soll es aber vor allem auch außerhalb des Restaurants geben.

fooodz: Was ist gesundes Fast-Food überhaupt? Was zeichnet Euch aus?

Bär Läsker: Uns zeichnet veganes, gesundes Essen in weitestgehender Bio-Qualität aus. Fast-Food ist nicht zu verwechseln mit Junk-Food und bedeutet nur, dass das Essen in einer entsprechend kurzen Zeit zubereitet wird.

fooodz: Habt Ihr Investoren oder finanziert ihr Euch wirklich nur über das Crowdfunding?

Bär Läsker: Wir haben eine gesunde Mischung aus Eigenkapital, der Crowdfunding-Finanzierung und in Zukunft werden auch Investoren mit an Bord genommen.

fooodz: XOND ist als Franchise angelegt. Wer kann wie Franchisenehmer werden, was muss ich dafür mitbringen und muss ich als Franchisenehmer selbst vegan sein?

Bär Läsker: Franchisenehmer kann jeder werden, der in der Lage ist, verantwortungsvoll ein Restaurant zu führen. Es braucht natürlich eine finanzielle Investition, außerdem gibt es Vorgaben, was Design, Lebensmittel und andere Standards angeht. Der Franchisenehmer muss natürlich nicht vegan sein, aber wer XOND-Franchise-Nehmer werden will, wird sich ziemlich sicher auch mit seiner eigenen Ernährung auseinandersetzen und diesbezüglich auf dem richtigen Weg sein.

fooodz: Gibt es schon Franchisenehmer und wo werdet Ihr die ersten Läden eröffnen?

Bär Läsker: Wir haben Franchise-Anfragen aus ganz Deutschland, aktuell wird unser Franchise-System aufgebaut. Wir konzentrieren uns aktuell auf den ersten XOND in Stuttgart als Grundbaustein der ganzen Kette.

fooodz: Ab wann geht es konkret los? Wann können wir bei Euch speisen?

Bär Läsker: Ende März 2016 eröffnen wir in Stuttgart den ersten XOND. Weitere Standorte folgen die Monate und Jahre darauf! Alle aktuellen Infos gibts immer auf www.xond.rocks!

fooodz: Lieber Bär, wir danken für Deine kleine Stellungnahme und wünschen dir viel Erfolg mit XOND!

Bär Läsker: Vielen Dank für das Interview!

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Kommentare (3)

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    mara

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    Ja, schön! Wir freuen uns alle auf die Eröffnung des ersten Xond. Das Crowdfunding war erfolgreich, seit Anfang Oktober steht das Ladenlokal für den Umbau zur Verfügung. Und im März nächsten Jahres (oder auch später, laut Angaben in einem anderen Interview) soll eröffnet werden. Vielleicht. Denn bisher hat sich nichts getan! Man fragt sich, wie ein Businessplan aussieht, der vorsieht, ein angemietetes Ladenlokal erstmal ein paar Monate leerstehen zu lassen? Nun, vielleicht sind die Mieten im Leonhardsviertel von Stuttgart so niedrig, dass man so ein paar Monate Leerstand mit dem Geld der Investoren locker überbrücken kann? Bzw. dem Geld der Leute aus dem Crowdfunding – das sind ja keine Investoren, sondern gutgläubige Leute, mit deren Geld man nach Belieben verfahren kann.

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    Leon Nory

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    Ich finde die Aussagen überraschend. Herr Läsker nennt XOND „sein“ Projekt und ist nicht einmal als Geschäftsführer geführt. Fragen zum Businessplan und zur geschäftlichen Auslegung werden ignoriert bzw. aktiv zensiert. Herr Läsker selbst ist inzwischen selbst innerhalb der veganen Szene umstritten weil er nicht nur gegen Kritiker sondern sogar gegen Unterstützer mit unangemessener Härte und Aggressivität vorgeht. Wenn dieses Verhalten das Aushängeschild von XOND werden soll teile ich den Zweckoptimismus von Herrn Läsker nicht.

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    Thomas

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    China-Study?

    Man merkt, dass Herr Läsker keinen Schulabschluss hat.

    Diese „Studie“ ist alles andere als seriös und belegt. Im Übrigen ist Herr Läsker auch dank voriger Erfahrungen in der Gastronomie in der Privatinsolvenz gelandet.

    Zudem hat sich noch kein Gastronom lange in dieser Lokalität halten können – ungünstige Lage neben einer 9-spurigen Straße.

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